Die Tourismus-Branche lockt junge Menschen an Partyziele wie den Ballermann oder Magaluf auf Mallorca, Ibiza oder Mykonos…
Ratgeber zur Aufklärung und Vorbeugung
Sucht- und Jugendhilfe e.V.
Die Tourismus-Branche lockt junge Menschen an Partyziele wie den Ballermann oder Magaluf auf Mallorca, Ibiza oder Mykonos…
Die globale Instabilität verschärft auch weltweite Drogenprobleme und hat den Drogenkonsum auf ein historisch hohes Niveau getrieben…
Die Zahl drogenbedingter Todesfälle in Deutschland bleibt im Jahr 2024 besorgniserregend hoch…
Wir fühlen uns aufgerufen, das Phänomen Sucht wieder aus dem Schatten zu befreien, unpopuläre Suchtthemen aufzugreifen, sowie öffentlich stärker darüber zu diskutieren und Drogen und Sucht insgesamt wieder zum Thema zu machen. Offenheit und Ehrlichkeit werden schließlich von Suchtkranken immer wieder gefordert. Stets halten wir sie (zu Recht) dazu an, sich ihrem Problem zu stellen, um erste Schritte in eine Behandlung wagen zu können. Eine solche Forderung widerspricht jedoch einer Öffentlichkeit, die sich offenbar zunehmend weigert, selbst offen und ehrlich mit der Drogen- und Suchtproblematik umzugehen. Mehr und mehr wird sich auf einer gesunkenen Zahl Drogentoter ausgeruht und geglaubt, man habe die Suchtproblematik doch offenbar im Griff. Dies ist ebenso gefährlich wie eine übertriebene Dramatisierung, die geeignet ist, Suchtkranke ins Abseits zu drängen. Eine angemessene Balance zu finden ist gerade im Suchtbereich gar nicht so leicht, doch wir wollen es wenigstens versuchen. Während Sie dies lesen, tragen Sie bereits dazu bei, dass Suchtkranke nicht im Tabu verschwinden müssen. Sie zeigen Interesse und informieren sich. Wir brauchen Sie!
Von der Randgruppe der Drogensüchtigen in der Schmuddelecke der Bahnhofstoilette konnte man sich abgrenzen, gehörte nicht dazu. Deshalb konnte auch beruhigt darüber geredet und diskutiert werden. Schließlich war man selbst ja nicht betroffen. Es erscheint paradox: Ehemals war es die Randgruppe der Schwerstabhängigen, die aufgrund ihrer auch nach außen sichtbaren Suchtproblematik zum Thema wurde. Und obwohl heute eine viel breitere Öffentlichkeit von Sucht betroffen ist, fristet sie ein Leben im Schattendasein. Sind Menschen aber erst einmal selbst betroffen, wird aus dem vermeintlich irrelevanten Thema Sucht allzu schnell eine persönliche Tragik und Dramatik, die sich nicht mehr wesentlich unterscheidet von der Verzweiflung der Heroinsüchtigen. Medikamentenabhängigkeit, Spielsucht, Magersucht oder Alkoholsucht können heute ganze Familien zerstören. Und dann kann die Auseinandersetzung mit dem Thema manchmal zu spät sein.
Deshalb dürfen wir nicht müde werden, über Sucht aufzuklären, Jugendliche zu animieren, sich über Sucht zu informieren, und Schulen dabei zu unterstützen, trotz immer enger werdender Lehrpläne ihre Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Sucht nicht allein zu lassen. Es ist schon viel erreicht, wenn wir etwas zum „Anklingen“ bringen können, wenn wir Impulse wecken können, wenn der Wunsch nach weiteren Informationen entsteht und wir den einen oder anderen dadurch möglicherweise sogar motivieren können, sich seiner Suchtproblematik zu stellen und sich Hilfe und Unterstützung zu holen. Und wenn auch nur einer sich auf den schweren Weg macht, der Sucht den Rücken zu kehren, haben wir etwas erreicht.

Zu den Themenschwerpunkten des Ratgebers „Sucht-Hilfe“, gehören unter anderem, die Aufklärung über Suchtgefahren jeder Art sowie das Informieren über aktuelle Entwicklungen und mögliche neue Gefahren. Zum Bezieherkreis gehören: Eltern und Lehrer an Schulen und Berufsschulen, Selbsthilfegruppen, Banken und Sparkassen, die Unternehmen der hiesigen Wirtschaft sowie Arztpraxen und Apotheken.
Unser Magazin „SUCHT-HILFE“ ist werbefrei, unabhängig und unterliegt weder inhaltlich noch organisatorisch Weisungen Dritter.
9,5 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form.
Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland.
Crystal Speed ist ein kristallines Pulver. „Meth“ ist die Abkürzung für „Methylamphetamin“.
Ecstasy ist eine Sammelbezeichnung für substituierte Amphetamine
Opiate sind Substanzen, die direkt aus dem Milchsaft des Schlafmohns gewonnen werden.
Heroin ist ein Opiat, das aus dem Saft des Schlafmohns gewonnen wird und den Wirkstoff Morphin enthält.
Das weiße kristallartige Pulver wird aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen.
LSD ist die Abkürzung für Lysergsäurediethylamid.
Der Weg zur „Tablettensucht“ beginnt damit, dass eine Tablette eine angenehme Wirkung hat.
Bei „Spice“ handelt es sich um Mischungen aus getrockneten Pflanzenteilen.
33,9 % der Erwachsenen in Deutschland rauchen. Das entspricht etwa 16 Mio. Menschen.
In der chronischen Phase werden die körperlichen Symptome immer deutlicher.
Die Kaufsucht ist hierzulande weit verbreitet, als so mancher annehmen mag.
Magersüchtige Mädchen und Frauen verweigern beharrlich die Nahrungsaufnahme und nehmen so immer stärker ab.
Übermäßige oder suchthafte Social-Media-Nutzung hat oft weitreichende Folgen sowohl für Betroffene als auch für das soziale Umfeld.
So wie die Alkoholsucht und die Drogensucht verläuft auch die Spielsucht in Phasen.
Digitale Medien wirken mit ihren schier unbegrenzten Möglichkeiten, sowie zunehmender KI-Nutzung als Verstärker.
Typisch für Sportsüchtige ist, dass sich ihr Leben irgendwann völlig auf das sportliche Training konzentriert.
Das Essverhalten von Binge-Eatern ist geprägt von wiederkehrenden Essattacken (Binge = Gelage, Prasserei).
Im folgenden Bereich finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Sucht und Suchthilfe. Unser Anliegen ist es, Betroffenen, Angehörigen und Interessierten eine erste Orientierung zu bieten und wichtige Informationen verständlich aufzubereiten.
Bitte beachten Sie, dass diese Auskünfte eine individuelle Beratung nicht ersetzen können. Bei weiterführenden Fragen stehen wir Ihnen gerne vertraulich und anonym zur Verfügung.
Eine Sucht ist ein Zustand, in dem eine Person die Kontrolle über den Konsum eines bestimmten Stoffes (z. B. Alkohol, Drogen, Medikamente) oder ein bestimmtes Verhalten (z. B. Spielen, Internetnutzung) verloren hat. Sie verspürt einen starken inneren Drang danach, obwohl dies negative Folgen für das eigene Leben und die Gesundheit hat.
Typische Anzeichen sind:
Der erste und wichtigste Schritt ist, sich Hilfe zu holen – das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Du kannst dich an eine Suchtberatungsstelle wenden, einen Arzt oder eine Therapeutin aufsuchen. Auch Selbsthilfegruppen bieten Unterstützung und Austausch.
Sucht ist eine chronische Erkrankung, aber sie ist behandelbar. Viele Menschen schaffen es mit professioneller Hilfe, ein suchtfreies und erfülltes Leben zu führen. Heilung bedeutet nicht immer vollständige Abstinenz, sondern auch einen bewussten und kontrollierten Umgang mit dem eigenen Verhalten.
In der Regel werden die Kosten für eine Suchtbehandlung von der Krankenkasse oder Rentenversicherung übernommen – vor allem, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Suchtberatungsstellen sind meist kostenlos und anonym.
Tel.: 0800 / 588 87 51 (kostenfrei)
E-Mail: team@suchtundjugendhilfe.de
